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SicherheitsExpo Alpe Adria 2026: Unser Rückblick auf Klagenfurt

Unser Rückblick auf die SicherheitsExpo Alpe Adria 2026 in Klagenfurt beleuchtet aktuelle Entwicklungen rund um KI, regulatorische Anforderungen und Resilienz sowie die wachsende Bedeutung des physischen Identity Managements für moderne Sicherheitsstrategien.

Posted by
Lizelle Maas
Posted date
October 19, 2026

Zwei Tage SicherheitsExpo Alpe Adria in Klagenfurt liegen hinter uns. Gemeinsam mit unserem Partner LEGIC waren wir bei der ersten Ausgabe der Veranstaltung vertreten.

Neben den Gesprächen an unserem Stand haben uns vor allem die Fachvorträge einige Denkanstöße gegeben. Wie verändert sich unser Verständnis von Sicherheit? Was bedeuten neue regulatorische Anforderungen für Unternehmen? Und warum wird es immer wichtiger, physische und digitale Sicherheit gemeinsam zu betrachten?

Die Messe war eine kompakte Veranstaltung, und bot dadurch ausreichend Gelegenheit für persönliche Gespräche und einen genaueren Blick auf die Themen, die die Sicherheitsbranche aktuell beschäftigen.

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Sicherheit wird zunehmend ganzheitlich betrachtet

Eine der deutlichsten Gemeinsamkeiten der Fachvorträge war die Forderung nach einem umfassenderen Sicherheitsverständnis. Kameras, Alarmanlagen und physische Schutzmaßnahmen bleiben wichtige Bestandteile jeder Sicherheitsstrategie. Sie können jedoch nicht isoliert betrachtet werden.

Unternehmen müssen auch ihre digitalen Abhängigkeiten, internen Prozesse und personellen Ressourcen berücksichtigen. Was passiert bei einem Strom- oder Netzwerkausfall? Welche kritischen Betriebsabläufe können aufrechterhalten werden? Wer übernimmt die Verantwortung, wenn Systeme ausfallen oder ein Sicherheitsvorfall eintritt?

Eine zentrale Botschaft zog sich durch die Vorträge: Wirksame Sicherheit erfordert das Zusammenspiel von Menschen, Prozessen und Technologie. Qualifiziertes Personal, klare Verantwortlichkeiten, regelmäßige Schulungen und die Zusammenarbeit verschiedener Sicherheitsdisziplinen sind ebenso wichtig wie die technischen Systeme, in die Unternehmen investieren.

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Regulatorische Anforderungen rücken die physische Sicherheit stärker in den Fokus

Ein weiteres wiederkehrendes Thema waren die zunehmenden regulatorischen Anforderungen. Das österreichische NISG 2026, die gesetzlichen Vorgaben zur Resilienz kritischer Einrichtungen sowie der europäische Cyber Resilience Act (CRA) wurden aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Dabei wurde deutlich, wie eng Cybersicherheit, physische Schutzmaßnahmen und organisatorische Verantwortung inzwischen miteinander verknüpft sind.

Eine wichtige Erkenntnis war, dass Cybersicherheit weit über den Schutz von Netzwerken und IT-Systemen hinausgeht. Auch die physische Umgebung, in der diese Systeme betrieben werden, die Personen, die Zugang dazu haben, und die Prozesse, die diesen Zugang regeln, müssen berücksichtigt werden.

Für das physische Identity & Access Management ergeben sich daraus einige praktische Fragen:

• Wer hat Zutritt zu bestimmten Bereichen und warum?

• Wie werden Zutrittsberechtigungen verwaltet, wenn Mitarbeitende ihre Rolle wechseln oder das Unternehmen verlassen?

• Wie werden externe Mitarbeitende und Dienstleister eingebunden?

• Lassen sich Zutrittsgenehmigungen und Änderungen im Nachhinein nachvollziehen und überprüfen?

Besonders deutlich wurde in den Vorträgen die Bedeutung von Verantwortlichkeit und Dokumentation. Sicherheitsmaßnahmen lediglich einzuführen, reicht zunehmend nicht mehr aus. Unternehmen müssen auch nachweisen können, wie diese Maßnahmen umgesetzt, aufrechterhalten und überwacht werden.

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KI verändert beide Seiten der Sicherheit

Künstliche Intelligenz spielte in den Diskussionen über die Zukunft der Sicherheit eine wichtige Rolle. Einerseits bietet KI neue Möglichkeiten, etwa bei der Erkennung von Anomalien, der Analyse großer Datenmengen und der Unterstützung von Sicherheitsprozessen.

Andererseits entstehen dadurch auch neue Risiken. KI-gestützte Angriffe, der mögliche Zugriff auf sensible Unternehmensinformationen und die Frage nach der Kontrolle automatisierter Entscheidungen stellen Unternehmen vor zusätzliche Herausforderungen.

Eine Frage tauchte dabei immer wieder in unterschiedlichen Zusammenhängen auf: Wo ist der Einsatz von KI sinnvoll und wie können Unternehmen sicherstellen, dass sie dabei sicher und kontrolliert eingesetzt wird?

Diese Diskussionen waren für uns bei evolutionID besonders relevant. Im Rahmen unserer eigenen Forschung beschäftigen wir uns damit, wie KI-Systeme innerhalb klar definierter Berechtigungen und Sicherheitsgrenzen agieren können, insbesondere bei der Interaktion mit Systemen zur Verwaltung physischer Sicherheit.

Dass ähnliche Fragestellungen auch branchenübergreifend diskutiert werden, hat uns in unserem Ansatz bestärkt. Die Zukunft von KI in der Sicherheitsbranche besteht nicht einfach darin, immer mehr intelligente Funktionen einzuführen. Entscheidend ist vielmehr, dass diese Funktionen verantwortungsvoll eingesetzt werden können und klar geregelt ist, auf welche Informationen KI zugreifen und welche Aktionen sie ausführen darf.

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Die Verbindung zwischen physischer Sicherheit und Identity Management

Auf der Ausstellungsfläche standen vor allem klassische Lösungen der physischen Sicherheit im Mittelpunkt. Videoüberwachung, Sicherheitshardware und physische Schutztechnik machten einen großen Teil des Angebots aus.

Das Management physischer Identitäten, die digitale Verwaltung von Zutrittsberechtigungen und automatisierte Check-in-Prozesse waren dagegen deutlich weniger präsent. Unser Check-in-Terminal schien sogar das einzige seiner Art auf der Messe zu sein.

Das war besonders interessant, da in den Fachvorträgen immer wieder die Bedeutung vernetzter Sicherheitsprozesse, klarer Verantwortlichkeiten und regulatorischer Compliance betont wurde.

Gemeinsam mit LEGIC haben wir die Perspektive des Identity Managements auf die Messe gebracht: von sicheren Identifikationsmedien und Lesertechnologien bis hin zur Verwaltung physischer Identitäten und Zutrittsberechtigungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

Unsere Präsentationen umfassten unter anderem den automatisierten Check-in und die Identitätsprüfung sowie die Technologien und Prozesse zur Verwaltung von Zutrittsmedien und physischen Zutrittsrechten.

Physische Zutrittskontrolle und Identity Management wurden lange Zeit als getrennte Disziplinen betrachtet. Dabei wird ihre Verbindung immer wichtiger.

Zutrittskontrollsysteme regeln den Zugang zu physischen Bereichen. Identity Management stellt die Prozesse bereit, um die damit verbundenen Personen, Identifikationsmedien und Berechtigungen zu verwalten, vom Onboarding bis zum Offboarding.

Die Lücke zwischen diesen Disziplinen wird zunehmend kleiner. Was wir uns wünschen, ist ein häufigerer Austausch darüber, wie beide Bereiche zusammenwirken können. Nicht nur auf technischer Ebene, sondern als Teil einer übergreifenden Sicherheitsstrategie.

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Unser Fazit aus Klagenfurt

Die SicherheitsExpo Alpe Adria hat mehrere Entwicklungen bestätigt, die wir bereits seit einiger Zeit in der Branche beobachten.

Sicherheit wird zunehmend vernetzter betrachtet. Regulatorische Anforderungen legen mehr Gewicht auf Verantwortlichkeit und dokumentierte Prozesse. KI eröffnet neue Möglichkeiten, wirft aber gleichzeitig wichtige Fragen zur Kontrolle und Verantwortung auf. Und die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen hängt immer stärker davon ab, wie gut Menschen, Prozesse und Technologien zusammenarbeiten.

Gleichzeitig hat die Messe gezeigt, dass das Management physischer Identitäten in der Branchendiskussion noch nicht so präsent ist wie andere Bereiche der physischen Sicherheit.

Wir sind überzeugt, dass dieses Thema mehr Aufmerksamkeit verdient, insbesondere da die Grenzen zwischen physischer und digitaler Sicherheit zunehmend verschwimmen.

Wir bedanken uns bei unserem Partner LEGIC für den gemeinsamen Messeauftritt und bei allen, die sich in Klagenfurt Zeit für den persönlichen Austausch mit uns genommen haben.

Über uns
Seit mehr als zwei Jahrzehnten unterstützt evolutionID Organisationen dabei, Klarheit und Kontrolle in ihre Identitäts‑ und Zugangsprozesse zu bringen. Wir konzentrieren uns auf das Wesentliche: sichere, verlässliche Abläufe, die einfach zu bedienen sind und langfristig bestehen.

Wir verbinden Physical Identity & Access Management (PIAM), Karten‑ und Mitarbeitermanagement sowie RFID‑gestützte Workflows zu einem stimmigen Gesamtkonzept. Unsere modularen Bausteine ermöglichen es, Identitäts‑ und Zugangssysteme Schritt für Schritt weiterzuentwickeln – ohne funktionierende Prozesse zu unterbrechen. Das Ergebnis: weniger Komplexität, mehr Transparenz und mehr Sicherheit im täglichen Betrieb.

Als langfristiger Partner begleiten wir unsere Kunden Schritt für Schritt – von Analyse und Architektur über Implementierung und Migration bis hin zu langfristigem Support. Mit Teams in München, Bonn und Frankfurt arbeiten wir eng mit Organisationen in der gesamten DACH‑Region zusammen, um Zugangsstrukturen zu schaffen, die sicher, stabil und bereit für alles sind, was kommt.